Rothäute und Bleichgesichter bei den Sängern zu Gast

Eine "prunkvolle Sitzung", wenn auch ohne Elferräte, bot der Sängerbund: glanzvoll die Kostüme, brillant das Programm, prächtig die Form der Akteure. Mächtig ins Zeug legten sich alle Mitwirkenden. Das bunt gemischte, niveauvolle Fünf-Stunden-Programm mit Tanzunterhaltung fiel ganz nach dem Geschmack der begeisterten Gäste aus.
Als Aushängeschild erwies sich wieder einmal das „Sternenteam".
Im Sängerheim entführte die vereinseigene Fastnachtsformation „Die goldenen Sterne", die sich auf eine Zeitreise in den Wilden Westen der 1862-Jahre begab, die närrischen Sängerbündler in das nicht ungefährliche Land der Rothäute und Bleichgesichter. Sogar Schüsse fielen im Sängerheim. In Bestform: Großer Häuptling „Hed Wig".
Flott, fetzig und furios, sowohl gesanglich als auch schauspielerisch: so imponierten die Frauen, die von „Musikdirektor" Bernd Nentwich einstudiert worden waren. Als erfahrene Weltenbummler, später als rotkappige Zwerge, nahm die „Sängerrunde" unter ihrem musikalischen Leiter Bernhard Scheurer und Schlagzeuger Harald Walter das Publikum auf ihre weite gesangliche Reise mit, die bis Mexiko führte. Für weitere Abwechslung im Laufe des langen Abends sorgten die Tanzkapelle und eine mitreißende Polonäse, mal von Emil Erbe, mal von Hubert Metzger angeführt.
Bereits seit 15 Jahren steht Emil Erbe mit seinem Akkordeon in der Bütt, dieses Mal kam er als "Pfälzer" nach Wiesental und klagte sein Leid: „Ja, unser Schorsch ist ein schwerer Fall". Über die Schwächen des starken Geschlechts ließ sich Insiderin Elfriede Haag aus und erhielt für ihren Supervortrag viel Beifall. Als angehende Rentnerin („Hoffentlich krieg ich bald moi Rente") - und als talentierte Büttenrednerin - präsentierte sich Gerlinde Rothardt.
Eine echte Augenweide war die Tanzsportgruppe des TSV Neudorf, die mit Ausschnitten aus dem Musical „Romeo und Julia" begeisterte. Ihr vielseitiges Können stellten Volker Langlotz und Reinhard Mayer als Karl-Otto und Henry unter Beweis, als sie feststellten: „Ein Loch ist im Eimer".
Der Sängerbund bedankt sich bei allen Akteuren, die zum Erfolg beigetragen haben, besonders bei Volker Langlotz für die großartige Kulisse und die Dekoration sowie beim fleißigen Küchenpersonal.